Vom Erstgespräch bis zur Übergabe
Der Ablauf, mit ehrlichen Dauern
Die reine Bauzeit ab Erdarbeiten beträgt 26 Wochen. Davor liegt das Genehmigungsverfahren, dessen Dauer bei der Behörde liegt und nicht beim Bauunternehmen — wer eine Gesamtdauer nennt, ohne das zu trennen, verspricht etwas, das er nicht halten kann.
Schritt 1 · 1 bis 2 Wochen
Erstgespräch und Grundstücksprüfung
Wir sehen uns den Bebauungsplan, die Grundstücksgeometrie und die Zufahrt an. Erst danach steht fest, welcher der fünf Typen auf das Grundstück passt und ob er gedreht oder gespiegelt werden muss.
Schritt 2 · 2 Wochen
Bauvertrag und Baubeschreibung
Sie erhalten den vollständigen Vertragstext mit Baubeschreibung, Zahlungsplan und Bauzeitenplan. Als Verbraucher haben Sie danach 14 Tage Widerrufsrecht.
Schritt 3 · 8 bis 14 Wochen
Bauantrag
Wir erstellen die Genehmigungsplanung, den Standsicherheitsnachweis und die energetischen Nachweise und reichen ein. Die Dauer des Verfahrens liegt bei der Behörde, nicht bei uns.
Schritt 4 · parallel
Förderantrag
Der Antrag bei der KfW läuft über Ihre Hausbank und muss vor Vorhabenbeginn gestellt sein. Der Energieeffizienz-Experte erstellt die Bestätigung zum Antrag.
Schritt 5 · 10 Wochen
Innenausbau und Oberflächen
Estrich, Trockenbau, Treppe, Innentüren, danach Bäder, Bodenbeläge und Malerarbeiten.
Schritt 6 · 3 Wochen
Erdarbeiten und Bodenplatte
Mutterboden abtragen, Glasschaumschotter einbauen und verdichten, Bodenplatte betonieren und aushärten lassen.
Schritt 7 · 10 Wochen
Innenausbau und Oberflächen
Estrich, Trockenbau, Treppe, Innentüren, danach Bäder, Bodenbeläge und Malerarbeiten.
Schritt 8 · 8 Wochen
Fassade, Fenster, Haustechnik
Fenster und Haustür, Putzfassade, Dachdeckung, danach Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro. Die erste Blower-Door-Messung findet statt, solange die Luftdichtheitsebene noch zugänglich ist.
Schritt 9 · 10 Wochen
Innenausbau und Oberflächen
Estrich, Trockenbau, Treppe, Innentüren, danach Bäder, Bodenbeläge und Malerarbeiten.
Schritt 10 · 4 Wochen
Inbetriebnahme, Messung, Abnahme
Anlagen einregulieren, hydraulischen Abgleich dokumentieren, zweite Blower-Door-Messung, Thermografie. Danach förmliche Abnahme mit Protokoll und Übergabe aller Unterlagen.
Was den Termin am häufigsten kippt
- Der Baugrund. Ohne Gutachten vor Vertragsschluss ist die Bodenplatte eine Schätzung. Das Gutachten kostet unter 2.000 € und steht in der Kalkulation.
- Die Erschließung. Liegen Strom, Wasser und Abwasser noch nicht an der Grundstücksgrenze, hängt der Baubeginn am Versorger.
- Späte Änderungswünsche. Nach Beginn der Vorfertigung ist eine verschobene Wand kein Strich im Plan mehr, sondern ein neues Element.
- Der Förderantrag. Er muss vor Vorhabenbeginn gestellt sein. Wer zuerst die Erdarbeiten beauftragt, verliert die Förderung.